Bauzinsen 2015

Bauzeitzinsen 2015

Die aktuellen Zinsen bleiben auch im Januar / Februar 2015 auf einem sehr niedrigen Niveau. Durch Christian Siedenbiedel; -Aktualisiert am 22.08.2015-11:05 Uhr.

Zinsentwicklung 2015 - die Überprüfung

Wie lief es mit der Zinsentwicklung 2015? "â??Dieser Ausspruch von Eckard Henscheid und Robert Gernhard in ihrem Werk "Die Vollidioten" ist der beste Weg, um zu prÃ?sentieren, was mit den Zinsen im Jahr 2015 geschah - nichts bewegend. Nahezu stagnierend in den ersten vier Lebensmonaten des Fünfjahreszeitraums stiegen die Bauzinsen im weiteren Jahresverlauf mit einem stabilisierten, kaum spürbaren Rückgangstrend.

Der Unterschied zwischen den Höchst- und Tiefstständen betrug 0,42 Prozentpunkte, nicht wirklich viel. Betrachtet man jedoch, dass der Spitzenwert im Jahr 2015 bei 1,21 Prozentpunkten liegt, so wird klar, dass eine Förderung von weniger als einem Prozentpunkten p.a. möglich war - tatsächlich unvorstellbar. Bei den Zinssätzen für die fünfzehnjährigen Festzinsperioden war etwas mehr Bewegung zu spüren.

Das Diagramm verdeutlicht, dass im Langfristbereich die Unterschiede mit 0,78 Prozentpunkten im Verlauf des Jahrs 2015 signifikant höher waren. Diejenigen, die es im Jahr 2015 mit dem Start des Festzinses schwer getroffen haben, mussten einen Durchschnitt von 2,06% als höchsten Zinssatz annehmen, diejenigen, die die beste Zeit erwischt haben, konnten sich über 1,28% Zinssatz pro Jahr für mindestens 15 Jahre des Festzinses erfreuen.

Zinspolitische Entscheide haben natürlich auch Einfluss auf die Zinssätze. Aber es gibt noch einen anderen Faktor, der sich auf die Geldanlagekosten auswirkt - PEX, den deutschen Pfandbrief-Index. Hierin spiegeln sich die Zinsen der Hypothekenpfandbriefe wider, die von den Pfandbriefbanken zur Umfinanzierung begeben werden und spiegeln ihrerseits die Bauzinsen wider.

Um früher oder später eine wirtschaftliche Wende zu schaffen, muss die EZB an ihren tiefen Zinssätzen festmachen, insbesondere in Südeuropa. Wie weit Draghis Zielvorgabe von 2% durchschnittlicher Teuerung noch nicht erreicht ist, verdeutlicht die sinkende Teuerungsrate im Herbsten 2015. Anleihenkäufe, eine weitere Möglichkeit, um Gelder in die Märkte fließen zu lassen, werden ebenso aufrechterhalten wie die Negativzinsen, die den Kreditinstituten für Spareinlagen bei den Notenbanken auferlegt werden.

Obwohl die Einkaufspreise aufgrund der gestiegenen Bedarfssituation naturgemäß steigen, hat dies keinen Einfluss auf die Zinssätze. Nach neun Jahren hob die FED-Bank den US-Leitzins um 0,25% auf 0,5% an. Nichtsdestotrotz sind die USA bereits mit neuen wirtschaftlichen Schwierigkeiten konfrontiert, die sich ihrerseits auf die Strategie der EZB auswirken könnten.

Allerdings besteht nach wie vor die Gefahr, dass diese Mittel eines Tages bei den Konsumenten ankommen und dann auch wirklich in den Handel gelangen - eine enorme Preiserhöhung, die weit über die angestrebten zwei Prozentpunkte hinausgeht, könnte die Konsequenz sein. Die Preiserhöhung wäre dann der Anlass für eine Zinsanpassung. Lassen Sie uns unser Augenmerk noch einmal auf unseren Rückblick auf das Jahr 2015 richten. n.

Diejenigen, die keine Gelegenheit hatten, ihre aktuelle Finanzierungen zu restrukturieren, waren gut beraten, die in diesem Jahr extrem tiefen Zinssätze auch nach Auslaufen des festen Zinssatzes durch Terminkredite zu gewährleisten. Allerdings wäre es tödlich gewesen zu vermuten, dass es bei so tiefen Zinssätzen kaum Differenzen zwischen den Lieferanten gibt.

Zum 30.12. 2015 war der billigste Dienstleister mit einem 10-jährigen Festzinssatz 1,43% feste Fremdkapitalzinsen p.a.. Die teuersten Provider forderten 2,1 Prozentpunkte p.a. gebundene Kreditzinsen. Mit einem Finanzvolumen von 150.000 EUR beträgt die Abweichung doch 1.005 EUR im ersten Jahr. In einem 20-jährigen Festzinszeitraum beträgt der Abstand zwischen dem Festzins und dem Fremdkapitalzinssatz mindestens 0,91 vH.

Auch die Angst der so genannten und tatsächlichen Sachverständigen zu Beginn des Jahres, dass der Grundstücksmarkt nur eine Luftblase sein würde und in naher Zukunft 2015 platzte, hat sich als eine Luftblase erweisen. Vielmehr sind sich alle Profi-Player der Immobilienbranche einig, dass es im Jahr 2015 ein starkes Wirtschaftswachstum gab, aber die Mietpreise sind schneller angestiegen als die eigentlichen Grundstückspreise.

Selbstverständlich haben niedrige Zinssätze auf der Einlageseite einerseits und niedrige Zinssätze auf der Bauseite andererseits zur Entwicklung auf dem Grundstücksmarkt beigetragen.