Bauzinsentwicklung Aktuell

Entwicklung der Bauzinsen Aktuell

Seit Anfang September sind die Zinsen gestiegen. Ist die Bautiefe im Moment wirklich so niedrig? Derzeitige Zinsentwicklung: Ist es lohnenswert zu warten und zu sehen?

Die Prognose der Zinsentwicklung ist zurzeit mit erheblicher Unsicherheit verbunden. Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass die Finanzkosten für den Wohnungsbau in absehbarer Zeit weiter nachgeben werden. Da die Bauzinsen 2016 auf ein Allzeittief gefallen sind, hat sich die Entwicklung der Bauzinsen leicht nach oben gerichtet. Der Verlauf der Bauzinsen steht in direktem Zusammenhang mit der Entwicklung der Zinsniveaus.

In einem ersten Teilschritt wird daher der Leitzins von 0 auf 0,25 beibehalten. Obwohl es keinen direkten linearen Korrelation zwischen der Entwicklung der Bauzinsen und der Entwicklung des Zinsniveaus gibt, sollten Sie trotzdem mit einem Anstieg der Zinssätze für den Wohnungsbau in etwa gleichem Umfang gerechnet werden. Leitzinserhöhung zum Jahresende?

Bisher war die Entwicklung der Bauzinsen im Jahr 2018 recht wenig spektakulär. Bei der Finanzierung mit einer fünfjährigen Laufzeiterhöhung bewegte sich das Zinsniveau in einem schmalen Rahmen zwischen 1,25 und 1,35 Prozentpunkten, mit leicht nach oben gerichtetem Trends. Der Zinssatz lag bei zehnjährigen Laufzeiten zwischen 1,4 und 1,6 vH. Zwar gehören ab 2016 Zinsschritte von weniger als einem Prozentpunkt der Geschichte an, doch können Sie derzeit noch von vorteilhaften Zinssätzen mitwirken.

Die meisten Fachleute gehen für 2019 von weiteren moderaten Zinserhöhungen aus, wenn auch mit weniger als 0,5 vH. Eine Zinsdifferenz von einem Prozentpunkt entspricht daher einem anfänglichen jährlichen Zuschlag (bei gleichem Rückzahlungsbetrag) von jeweils drei. Vor zehn Jahren betrug der Zinssatz für Finanzierungen fünf Prozentpunkte, vor fünf Jahren rund 2,5Prozentpunkte.

In diesem Zusammenhang sind die derzeitigen Rahmenbedingungen trotz des seit 2016 leicht gestiegenen Zinsniveaus günstig. Schon seit einiger Zeit wird auch beobachtet, dass die Preissteigerungen bei den Handwerksleistungen ebenfalls zunehmen, da die Bedarfssituation eindeutig über dem Angebotsniveau liegt. Die erste Gefahr besteht in der langfristigen Entwicklung der Grundstückspreise. Man muss damit rechen, dass Ihr eventuell geplanter Seniorenheim dann wesentlich weniger kostet als derzeit errechnet.

Die zweite Gefahr steht in direktem Zusammenhang mit der Entwicklung der Bauzinsen. Vor allem die Regierung will den Zustrom von ausländischen Fachkräften gar erheblich ausweiten. Nur in den so genannt A-Metropolen München und Hamburg fand die Deutsche Bank Anzeichen für ein um rund zehn Prozentpunkte überhöhtes Kursniveau im Jahr 2017. Bei der Entwicklung der Bauzinsen ist ein reales Kursniveau von großer Wichtigkeit.

Es ist jedoch höchstwahrscheinlich, dass der Leitzins der EZB auf das Stand vor 2007 von vier Prozentpunkten zurückkehren wird, d.h. auf das Stand vor der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise von 2007 Obwohl die Budgetkrisen der meisten Euro-Länder bewältigt sind, bleibt der Verschuldungsgrad der südlichen Länder nach wie vor signifikant über dem vor der EZB.

Italien, das mit rund 130 Prozentpunkten des Bruttoinlandsprodukts geschuldet ist, sollte wegen seiner Wichtigkeit für die Euro-Zone sicherlich an erster stelle stehen. Deshalb ist auch langfristig ein Leitzinssatz von gut einem Prozentpunkt nicht zu erwarten. Daher ist der Einfluß der EZB in dieser Hinsicht auf die Entwicklung der Zinssätze begrenzt. Allerdings sollten Sie in den kommenden zwei bis drei Jahren angesichts der derzeitigen Zinsentwicklung kaum günstigere Rahmenbedingungen erwarten.

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