Finanzierung als Azubi

Azubi Finanzierung

Mancher Auszubildende denkt daran, einen Kredit aufzunehmen, um sich lange gehegte Wünsche zu erfüllen. Kreditinstitute sind prinzipiell auch gerne zur Azubi Finanzierung bereit, die Frage ist, wie viel Kredit möglich ist. Gerade, wenn größere Anschaffungen wie Möbel oder ein erstes Auto finanziert werden sollen, geht es schnell um ein paar Tausend Euro. Kann sich das ein Auszubildender bereits leisten?

Finanzielle Spielräume nicht bis zur Kante ausschöpfen

Kredit für Azubis

Banken prüfen die Kreditwürdigkeit unter anderem anhand der sogenannten „Kapitaldienstfähigkeit“, das heißt anhand der Fähigkeit, die monatlichen Raten für Zinsen und Tilgung zahlen zu können. Das gilt auch für eine Finanzierung als Azubi. Dies wird mit einer Haushaltsrechnung festgestellt. Dabei werden die laufenden Einnahmen und Ausgaben eines Monats gegenübergestellt. Was als „Überschuss“ übrig bleibt, kann für die Tilgung eingesetzt werden.

Bei den Ausbildungsvergütungen kommt es immer darauf an, in welchem Betrieb und in welcher Branche man als Azubi tätig ist. Auch das Lehrjahr spielt natürlich eine Rolle. Wird von einer Ausbildungsvergütung in Höhe von rund 1.000 Euro im Monat ausgegangen und unterstellt man, dass ein allein lebender Azubi gut 800 Euro monatlich für Lebenshaltung benötigt, bleibt ein „Spielraum“ von 150 bis 200 Euro für Kreditraten. Der sollte am besten nicht „bis zur Kante“ ausgeschöpft werden, um auch noch Reserven für Unvorhergesehenes zu haben.

So werden mögliche Kreditsummen berechnet

Bei einer monatlichen Rate von 150 Euro, einem Effektivzins von 6 Prozent und einer Laufzeit von 36 Monaten sind etwa 5.000 Euro Kredit drin. Das ist bei vielen Kreditinstituten die Obergrenze für eine Finanzierung als Azubi. Bei 24 Monaten Laufzeit würde sich die Kreditgrenze auf etwa 3.500 Euro reduzieren, weil dann eine schnellere Rückzahlung erfolgen müsste. An diesem Beispiel wird deutlich, wie mit der Laufzeitwahl die Höhe des möglichen Kreditbetrags beeinflusst werden kann.

Viele Banken räumen Azubis bereits einen Dispo-Kredit – eine Überziehungsmöglichkeit auf dem Girokonto ein. Wie hoch der Überziehungsrahmen ist, hängt von der jeweiligen Bank ab. Üblich ist ein Limit vom einfachen bis zum dreifachen Monatsgehalt. Bei Azubis würde sich das in einer Range von 1.000 Euro bis 3.000 Euro bewegen. Allerdings sollte der „Dispo“ nur für kurzzeitige Engpässe genutzt werden. Als Azubi Finanzierung für Anschaffungen ist er zu teuer.

Auch bei Ratenkrediten für Auszubildende lohnt sich der Vergleich, denn gerade hier kommt es auf jeden Euro an. Eine Möglichkeit dazu bieten Vergleichs-Portale.

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