Kredit bei Geringem Einkommen

Niedrigeinkommenskreditlinie

Finanzielle Themen und monetäre Themen Auf der Prüfung des Kreditantrags der Kreditinstitute spielt immer die so genannte Bonitätsprüfung, also die Prüfung der Besicherung des potenziellen Darlehensnehmers, eine entscheidende Bedeutung. Mit dieser umfassenden Prüfung der Wertpapiere des Antragstellers gehen die Kreditinstitute das Verlustrisiko eines Credit-Default ein. Gemäß dieser Vorstellung werden auch die Prüfungspunkte ermittelt, mit denen die hinreichende Sicherung des Darlehensnehmers überprüft erreicht wird.

Der potenzielle Darlehensnehmer muss in diesem Falle in der Regelfall einen Erwerbsnachweis vorlegen, der unter unselbständigen Tätigkeiten in der Standardausführung aus den drei letztgenannten Lohnzettel und dem Anstellungsvertrag mit einer vom Auftraggeber erstellten Einkommensbescheinigung zusammengesetzt ist. Im Falle von Einkünften aus selbstständiger Tätigkeit wird dagegen in der Regelfall die Steuerveranlagung herangezogen. Hierfür sind die Lohnsteuerbescheide der vergangenen zwei Jahre und, soweit verfügbar, die beiden letztgenannten Jahresabschlüsse notwendig.

Gerade bei Darlehen mit hohem Kreditvolumen ist in Einzelfällen eine wirtschaftliche Bewertung erforderlich. Haben die so nachgewiesenen Einkünfte keinen entsprechenden Betrag, wird die Gutschrift in der Regelfall verweigert. Die Frage, ob das betreffende Einkommen eine angemessene Höhe hat, richtet sich zunächst nach der Höhe des Kredites und den Rückzahlungsquoten.

Daher ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, dass ein großer Kredit mit hohem Rückzahlungsanteil auch ein Einkommen in angemessener Höhe benötigt. Im Falle niedrigerer Einkommen ist dagegen das Merkmal Lebensunterhaltskosten zu Grunde zu legen. Dabei sind als Lebensunterhaltskosten die Ausgaben, die notwendigerweise unter müssen getätigt werden, um das Wohnen auf eine menschenwürdigen Art und Weise zu finanzieren.

Das Statistische Landesamt berechnet neben verschiedenen Durchschnitten auch die Inflation und das derzeitige Inflations- und Teuerungsniveau berücksichtigen Auf diesen Betrag wird von den Kreditinstituten verwiesen, um den Darlehensbetrag an gewährleisten mindestens theoretisch zu absichern. Es ist vorstellbar, dass auch Kreditsuchenden ihr Einkommen unter den staatlichen Lebenskosten durch eine entsprechende Disziplinierung Lebensführung leicht die Rückzahlungsraten verwehrt werden können, die reine Rechenchance dieser Möglichkeit ist jedoch im Verhältnis zur Ausgangssituation eines Kreditantragstellers mit höherem Einkommen recht klein.

Der Grund dafür ist die theoretische Vorstellung von den Lebensunterhaltskosten als Wirtschaftsindikator: Wenn das Einkommen prinzipiell nur zur Deckung des Alltagsbedarfs ausreichend ist, woher soll dann das Geld für für die Rückzahlung des Darlehens kommen? Aufgrund der traditionellen Tendenz zur Risikoaversion der hiesigen Kreditinstitute gehen sie dieses potenziell niedrige Restrisiko nur in den seltensten Fällen ein.

Eine Gutschrift ist bei geringem Einkommen daher in der Regel nur dann möglich, wenn das Einkommen über die Lebenserwartung ist, so dass die Gutschrift auch rein rechnerisch eingelöst werden kann. Über Empfänger von Arbeitslosen und Sozialbezügen werden aus diesem Grunde in der Regel keine Gutschriften vergeben, da sich diese Bezüge im Wesentlichen an den Lebensunterhaltskosten orientiert.